fels 2017 an den Prides in Zürich und Bern

 

2015-06-20 14.52.56        Zürich Pride 2015

fels am Zürich Pride Festival 2017, 9. und 10. Juni 2017
Wir nehmen teil mit Wagen! am Demo Umzug. Wir treffen uns ab 13 h auf dem Helvetiaplatz.
Unser Info Stand steht schon ab Freitagabend auf dem Festgelände auf dem Kasenenareal.
fels an der Pride Ouest in Bern, 26. August 2017
fels am Demo Marsch und mit Info Stand auif dem Festgelände!

Wir erwarten euch alle!

Die Regenbogenkuh, 20 Jahre fels

Die Regenbogenkuh, 20 Jahre fels

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von Hanni Müller:

Hanna Keller, die Gründerin von fels, suchte für unseren Verein ein Signet oder Symbol. Sie sprach von etwas “echt Schweizerischem und in Regenbogenfarben.” Spontan schlug ich vor: “Eine Kuh in Regenbogenfarben!” Sie stimmte zu und unsere Idee war geboren.

Ich kaufte in einem Basler Spielwarengeschäft eine in Brienz geschnitzte Holzkuh und bemalte sie in der bekannten Weise. Hanna war begeistert. Es folgten die Schlüsselanhänger und die Magnete-Kühe in den Regenbogenfarben.

In all den Jahren waren die Regenbogenkühe der Verkaufsrenner an unserem Informationsstand bei unseren öffentlichen Auftritten. Wir erinnern uns an die Übergabe einer Regenbogenkuh an die Präsidentinnen der deutschen Elternorganisation BEFAH im 2001 und 2004 bei unseren Elterntreffen in Berlin.

Nach fast 20 Jahren eröffnete mir der Basler Spielwarenhändler vor einem Jahr, der Brienzer Schnitzer unserer Kühe sei gestorben und es fände sich kein Nachfolger. Als Ersatz bot er mir von der Firma Traufer, welche einfache Kühe mit geraden Beinen verkauft ein Modell an aus dem Jahr 1938. Drei dieser Kühe habe ich bemalt. Vom verstorbenen Schnitzer war noch ein Exemplar im Laden, eine grosse und in alter Manier wunderbar geschnitzte Kuh. Diese kaufte ich und sie sollte die fels-Regenbogen-Jubiläumskuh werden. Ich begann sie auszumessen und stellte fest, dass die bekannten Streifen je anderthalb Zentimeter breit würden.

Ich wurde unsicher, nein, das wird klobig, ging mir durch den Kopf. Eine Jubiläumskuh muss etwas Besonderes sein! So fragte ich einen mir bekannten jungen Basler Künstler, ob er die Kuh bemalen würde, zeigte ihm eine meiner Kühe, fügte aber bei, nicht genau gleich, aber in Regenbogenfarben!

Am 3. März zeigte er mir das Werk! Ich war spontan begeistert: Die Kuh leuchtet in allen Farben! Sie strahlt eine Fröhlichkeit aus und es ist es ist, wie wenn sich die Kuh in den Regenbogen gesetzt hätte. Die Streifen sind da, aber nicht geometrisch genau. Die Farbigkeit überzeugt, nur die genaue Reihenfolge des Regenbogens ist nicht vorhanden, Kunststück! Wenn sich die Kuh in den Regenbogen gesetzt hat, ist alles neu verteilt! Die Punkte ergeben ein lebendiges Bild und das Tier leuchtet in eigenem Glanz!

Und so sehe ich ein exaktes Bild unseres Vereins fels!

Auch wir und unsere Kinder haben uns in 20 Jahren weiterentwickelt. Unsere Söhne und Töchter sind zwar noch immer unsere Kinder, stellen aber in ihrem Beruf ihre Frau und ihren Mann, erheben ihre Stimme, wenn nötig oder sind stille, zuverlässige Schaffer, haben Freundinnen, Freunde, die wir kaum kennen, haben Partner, leben in eingetragener Partnerschaft oder leben als Singles, oder sie leben in Patchwork-Situationen oder in Regenbogenfamilien. Eines aber bleibt, es sind Menschen mit einer Ausstrahlung, eigenständige Wesen und eben immer noch unsere Kinder.

In diesem Sinn soll die Jubiläumskuh ein Zeichen setzen und ein Symbol sein für 20 Jahre fels!

Hanni Müller, Ex Vorstandsmitglied und Ehrenmitglied des fels

Strafgesetz gegen Diskriminierung

Der Nationalrat stimmt mit 126 zu 49 mit 20 Enthaltungen der Fristverlängerung zum Anti-Diskriminierungsgesetz zu. Hier hervorzuheben ist die fast einstimmige (nur eine Nein-Stimme) FDP-Fraktion, die Einstimmigkeit der BDP Schweiz, der hohe Ja-Anteil bei der CVP / PDC / PPD (26 von 30), die 16 (!) Enthaltungen bei der SVP Schweiz – und selbstverständlich die Einstimmigkeit unserer immer verlässlichsten Partner_innen SP Schweiz, Green Party of Switzerland und Grünliberale. 48 Nein Stimmen kommen von der SVP!!

Die Kommission hat nun weitere zwei Jahre Zeit, einen Vorschlag zur Ergänzung des Artikels 261bis des Schweizerischen Strafgesetzbuches um die sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität vorzulegen. Damit wird auch die Diskriminierung wegen sexueller Orientierung und Geschlechteridentität, neben Religion, Rasse und Ethnie via Strafgesetz untersagt. Es geht weiter, wir freuen uns.

20 Jahre fels, Medienmitteilung

20 Jahre fels, Medienmitteilung

fels, Freundinnen, Freunde und Eltern von Lesben und Schwulen, die  nationale Elternorganisation feiert das 20-jährige Jubiläum. Wir sind Familien mit LGBT Kindern. Wir setzen uns ein für die volle Akzeptanz, für die Gleichwertigkeit und für die Gleichstellung unserer lesbischen Töchter und schwulen Söhne, für alle LGBTs.

Haben Sie solche Bemerkungen auch schon gehört?

„Wir haben nichts gegen Lesben und Schwule im Einzelnen, aber wir wollen nicht, dass d i e heiraten oder dass d i e Kinder
 adoptieren!“  Zitat: Caroline Emcke

Dieses Denken finden wir immer noch bei Politikerinnen und Politikern, bei Erzieherinnen und Erziehern, in der Bevölkerung und sogar bei Eltern von LGBTs. Die Gleichwertigkeit und die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bi und Trans* werden damit nicht anerkannt und nicht akzeptiert. Das geht nicht!

Seit 20 Jahren setzt sich fels dafür ein, dass dieses Denken verschwindet. Es ist noch nicht ganz verschwunden, doch es hat sich sehr viel gebessert.

Wir freuen uns und wir danken allen, die uns unterstützt haben. Wir haben einiges erreicht.

Doch es geht weiter: Für Information und Akzeptanz an Schulen und im Elternhaus, in Politik und Gesellschaft, gegen Diskriminierung, für Gleichwertigkeit, für Gleichstellung und für die Ehe für alle.

Auch wir sind Familie: Familien mit LGBT Kindern, mit Kindern die gleichwertig sind. Wir haben uns seit 20 Jahren gezeigt und wir werden weiter sichtbar sein. Denn Sichtbarkeit ist die Voraussetzung für Akzeptanz.

Kontakte:
Fritz Lehre, Präsident fels, 079 209 37 17, 041 240 08 77
Brigitte Schenker-Rietmann, Vizepräsidentin fels, 079 539 46 50, 044 918 05 58

www.fels-eltern.ch          facebook.com/felseltern

Auch schon gehört?

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Habt ihr solche Bemerkungen auch schon gehört?

” Wir haben nichts gegen Lesben und Schwule im Einzelnen, aber wir wollen nicht, dass  d i e  heiraten oder dass  d i e  Kinder adoptieren!”
Zitat: Caroline Emcke

Dieses Denken finden wir immer noch bei Politikerinnen und Politikern, bei Erzieherinnen und Erziehern und sogar bei Eltern von LGBT. Die Gleichwertigkeit und die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bi und Trans* werden damit nicht anerkannt und akzeptiert. Das geht nicht!

20 Jahre fels. Seit 20 Jahren setzt sich fels dafür ein, dass dieses Denken verschwindet. Es ist noch nicht ganz verschwunden, doch es hat sich sehr gebessert.

Wir feiern 20 Jahre fels. Wir freuen uns. Wir danken allen, die uns unterstützt haben. Zusammen haben wir viel erreicht.

Doch es geht weiter: Für Information und Akzeptanz an Schulen und im Elternhaus, in Politik und Gesellschaft, gegen Diskriminierung, für Gleichwertigkeit, für Gleichstellung und für Ehe für alle.

Auch wir sind Familie: Familien mit LGBT Kindern. Wir haben uns seit 20 Jahren gezeigt und wir werden weiter sichtbar sein.

fels Jubiläums HV am 18. März 2017 in Zürich

fels wurde 1997 geründet. Seit 20 Jahren setzen wir uns ein für die Gleichstellung und die gesellschaftliche Akzeptenz von LGBT’s, Lesbian, Gay, Bi, und Trans* Menschen. Zusammen haben wir viel erreicht.

fels ist 20 Jahre jung.

Wir feierten dieses Ereignis an unserer Hauptversammlung am
Samstag, 18. März 2017.

Wir feierten im Zunfthaus zur Meisen in Zürich in einem historischen Haus mit alter Tradition. Wir erinnern uns an eine Hauptversammlung mit  einem besinnlichen und fröhlichen Jubiläumsprogranmm bei bestem Essen und Trinken.

 

 

 

 

 

 

 

2016: drei politische Erfolge

Haben Sie solche Bemerkungen auch schon gehört?
“Wir haben nichts gegen einzelne Lesben und Schwulen, aber wir wollen nicht, dass  d i e  heiraten und dass  d i e  Kinder adoptieren”.
Dieses Denken finden wir immer noch bei einzelnen Politiker_innen, bei einzelnen Erzieher_innen und sogar bei einzelnen Eltern von LGBT’s. Doch drei Erfolge im 2016 zeigen: Dieses Denken gibt es immer weniger.

1. Erfolg: CVP Initiative “Für Ehe und Familie-Abschaffung der Heiratstrafe” versenkt.
Es ist gelungen. Die unsäglich unehrliche CVP Initiative wurde mit 55 000 mehr NEIN knapp abgelehnt. Damit wurde verhindert, dass die Ehe “als nur für Mann und Frau” in der Bundesverfassung verankert wurde.
Ein phantastischer Erfolg. Wir sind stolz, wir haben mitgeholfen die schreckliche Abstimmungsprognose  Mitte Januar (25% nein, 67% ja) bis zum 28. Februar ins Gegenteil zu drehen. Ein einmaliger Vorgang.

2. Erfolg: Stiefkind-Adoption
Erinnern wir uns? 2009 haben wir für die Petition “Gleiche Chancen für Regenbogenfamilien” Unterschriften gesammelt. Jetzt endlich, 2016,  ist es soweit.
Das Bundesparlament hat der Stiefkind-Adoption für gleichgeschlechtliche Paare und faktische Lebensgemeinschaften zugestimmt. Doch das Referendum wurde ergriffe. Eine weitere Volksabstimmung? Nein, die 50 000 Unterschriften konnten nicht gesammelt werden. Jetzt können Kinder in Regenbogenfamilien endlich gleichberechtigt leben.

3. Erfolg: Mehr als 80% NEIN zur Initiative “Schutz der Ehe” im Kanton Zürich.
Das deutliche NEIN zur EDU Initiative ist ein klares Zeichen, dass die Zürcher genug über konservative Ehedefinitionen abgestimmt haben. Der Ball liegt nun im Bundesparlament in Bern. Dort wird eine Gesetzesgrundlage für “Ehe für alle” diskutiert und erarbeitet. Das klare Zürcher Resultat liefert den Steilpass für eine moderne Ehedefinition.

Es geht gemeinsam weiter zum Ziel: Gleiche Werte –  gleiche Rechte – Ehe für alle.

 

 

 

Schweiz unterstützt Equal Rights Coalition

Gemeinsame Medienmitteilung der Schweizer LGBT-Organisationen (Dachverband Regenbogenfamilien, fels, Lesbenorganisation Schweiz, Network, Pink Cross, Transgender Network Switzerland und Wybernet)

Die Schweiz tritt internationaler Koalition zur Gleichstellung von Transmenschen, Lesben, Schwulen und Intersex-Menschen bei.

Die Schweiz ist an der Global LGBTI Human Rights Conference in Montevideo der Equal Rights Coalition zur Gleichstellung von Transmenschen, Lesben, Schwulen und Intersex-Menschen beigetreten. Die Konferenz unter dem Motto „Non Violence, Non Discrimination and Social Inclusion“ fand vom 13.–15. Juli 2016 zum ersten Mal in Lateinamerika statt.

Ziel der Tagung war der Austausch von Informationen und guten Beispielen zum besseren Schutz der Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen Personen. Genauso wichtig waren Gespräche über die finanzielle und die politische Unterstützung von Regierungen, aber auch von nationalen und multilateralen Organisationen, welche die Menschenrechte und die Inklusion von LGBTI-Personen fördern.

Laut den Gründungsstatuten verpflichtet sich die Schweiz, die Menschenrechte von LGBTI-Personen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität, Geschlechtsausdruck oder ihren Geschlechtsmerkmalen, zu fördern. Dabei seien insbesondere der enge Einbezug und die Beteiligung der nationalen LGBTI-Communities wichtig. Nur so werden LGBTI-Personen nicht weiter marginalisiert, sondern es kann für sie ein diskriminierungsfreies Klima geschaffen werden.

Die Schweizer LGBT-Organisationen nehmen den Beitritt der Schweiz zur Gleichstellungskoalition mit Genugtuung zur Kenntnis und freuen sich auf eine produktive Zusammenarbeit mit den zuständigen Instanzen in diesen Fragen. Die offizielle Schweiz hat mit dem Beitritt zu dieser Koalition einen weiteren erfreulichen Schritt zur Integration von Menschen getan, die sich tendenziell und zu einem guten Teil real weiterhin am Rand der Gesellschaft befinden.

 

 

 

Referendum zur Stiefkind Adoption?

Stellungnahme des Dachverbands Regenbogenfamilien zu den Referendums-Bestrebungen gegen die Öffnung der Stiefkindadoption

Regenbogenfamilien Familles arc-en-ciel·Donnerstag, 30. Juni 2016

Nur von kurzer Dauer war die Freude über die deutliche Zustimmung des Parlaments zur Öffnung der Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Paare. Das überparteiliche und überkonfessionelle Referendums-Komitee „Nein zu diesem Adoptionsrecht“ will bis zum 6. Oktober 2016 50‘000 Unterschriften sammeln und damit eine Volksabstimmung erzwingen.

Der Dachverband Regenbogenfamilien nimmt diese Bestrebungen mit Bedauern zur Kenntnis und ist daran, notwendige Unterstützungsangebote aufzubauen. „Regenbogenfamilien sind Teil der Schweizer Gesellschaft, leben gut integriert und bedürfen derselben Anerkennung und Absicherung wie andere Familien auch. Sollte das Referendum gegen die rechtliche Absicherung von Kindern in Regenbogenfamilien zustande kommen, würde das für tausende Kinder eine unnötige Verlängerung ihrer prekären rechtlichen Situation und weitere Diskriminierung bedeuten. In diesem Fall zählen wir darauf, dass sich eine Mehrheit der Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für die Rechtsgleichheit und zum Wohl aller Kinder in der Schweiz entscheiden wird,“ äussert sich Maria von Känel, die Geschäftsführerin des nationalen Dachverbands Regenbogenfamilien, zu den Referendums-Bestrebungen.

Der Dachverband Regenbogenfamilien warnt davor, sich von den ideologischen Dammbruch-Argumenten des Referendums-Komitees blenden zu lassen, und er weist darauf hin, dass nicht nur Bundesrat und Parlament einen dringenden Handlungsbedarf zur Behebung des momentan bestehenden rechtlichen Missstandes sehen, sondern auch, und vor allem, die Kinder- und Familienorganisationen sowie die Kindesschutzbehörden. „Wir werden alles daran setzen, unsere Familien zu stärken und vor etwaigen Hassreden zu schützen“ kündigt Maria von Känel die geplanten Bestrebungen an. Bereits heute sind Familien dazu geraten, sich zu zeigen und Brücken zu bauen. Allfällige Schwierigkeiten oder Ausgrenzungen können beim Dachverband Regenbogenfamilien gemeldet werden. Argumentationen Jedes Kind hat Anrecht auf Anerkennung seiner Familie Gleichgeschlechtliche Paare sind ebenso wie gegengeschlechtliche Paare in der Lage, Kinder zu betreuen, Elternrechte und -pflichten wahrzunehmen, das Wohl ihrer Kinder zu gewährleisten und deren Entwicklung zu fördern. Bereits heute wachsen in der Schweiz tausende Kinder in Regenbogenfamilien auf. Was bisher fehlte, ist ein Gesetz, welches ihre Lebensrealität anerkennt und auch im Fall von Invalidität oder Tod eines Elternteils rechtlichen Schutz bietet. Die Gesetzesänderung im Rahmen der Revision des Adoptionsrechts hat diesen diskriminierenden Missstand beseitigt – denn jedes Kind hat ein Anrecht auf Anerkennung seiner Familie und die damit einhergehende Absicherung. Das Gesetz ist ein entscheidender Schritt zur Gleichbehandlung und Absicherung von Kindern, die mit gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen.

Rechtlicher Missstand Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, leben in den meisten Fällen mit zwei Elternteilen zusammen. Doch rechtlich wird nur einer von beiden anerkannt. Damit wird den Kindern allein aufgrund der sexuellen Orientierung ihrer Eltern faktisch die Möglichkeit genommen, rechtlich und finanziell vollumfänglich abgesichert zu leben. Konkret soll durch die neue gesetzliche Bestimmung zum Beispiel sichergestellt werden, dass Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, im Falle des Todes ihres leiblichen Elternteils bei ihrem zweiten Elternteil verbleiben können und nicht fremdplatziert werden. Im Falle des Todes ihres nicht-leiblichen rechtlichen Elternteils haben sie einen Erbanspruch sowie einen Anspruch auf Waisenrente. Des Weiteren wird gewährleistet, dass sie ihren zweiten rechtlichen Elternteil im Trennungsfall weiterhin sehen können und auch einen gesetzlichen Anspruch auf Unterhalt haben. Kontakt und weitere Informationen: info@regenbogenfamilien.ch Maria von Känel (Geschäftsführerin, Dachverband Regenbogenfamilien) 079 611 06 71 Dachverband Regenbogenfamilien Der national tätige Verein vertritt seit 2010 die Interessen von Regenbogenfamilien in der Schweiz und setzt sich für deren gesellschaftliche Anerkennung und rechtliche Gleichstellung ein. Der Dachverband bietet Beratungen und Treffen für Regenbogenfamilien und LGBTQ-Menschen mit Kinderwunsch an und organisiert Workshops und Informationsveranstaltungen rund um das Thema Regenbogenfamilien.

 

Stiefkindadoption vom Parlament angenommen

Medienmitteilung Bern, 17. Juni 2016
In der Schlussabstimmung hat der Nationalrat der Vorlage zur Öffnung der Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Paare und faktische Lebensgemeinschaften (Art. 264c ZGB) mit 125 JA zu 68 NEIN Stimmen bei 3 Enthaltungen deutlich zugestimmt.  Damit hat sich nach dem Ständerat auch der Nationalrat ganz am Wohl des Kindes orientiert und für die Gleichstellung von Kindern unabhängig des Zivilstandes der Eltern eingesetzt. „Wir sind froh, dass nun die rechtlichen Grundlagen geschaffen worden sind, damit unsere Kinder und Familien endlich gleichberechtigt leben können, und wir hoffen auf rasche Umsetzung der neuen gesetzlichen Bestimmung,“ kommentiert Maria von Känel, Geschäftsführerin des Dachverbands Regenbogenfamilien, die erfreuliche Entwicklung. „Regenbogenfamilien sind Teil der Schweizer Gesellschaft, leben gut integriert und bedürfen derselben Anerkennung und Absicherung wie andere Familien auch.
Sollte ein Referendum zustande kommen, zählen wir darauf, dass sich eine Mehrheit der Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für die rechtliche Absicherung zum Wohl unserer Kinder entscheiden wird,“ äussert sich Maria von Känel zu den Referendums-Ankündigungen.
Jedes Kind hat Anrecht auf Anerkennung seiner Familie
Gleichgeschlechtliche Paare sind ebenso wie gegengeschlechtliche Paare in der Lage, Kinder zu betreuen, Elternrechte und -pflichten wahrzunehmen, das Wohl ihrer Kinder zu gewährleisten und deren Entwicklung zu fördern. Bereits heute wachsen in der Schweiz tausende Kinder in Regenbogenfamilien auf. Was bisher fehlte, ist ein Gesetz, welches ihre Lebensrealität anerkennt und auch im Fall von Invalidität oder Tod eines Elternteils rechtlichen Schutz bietet. Die Gesetzesänderung im Rahmen der Revision des Adoptionsrechts hat diesen diskriminierenden Missstand beseitigt – denn jedes Kind hat Anrecht auf Anerkennung seiner Familie und die damit einhergehende Absicherung. Das Gesetz ist ein entscheidender Schritt zur Gleichbehandlung und Absicherung von Kindern, die bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen.
Rechtlicher Missstand
Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, leben in den meisten Fällen mit zwei Elternteilen zusammen. Doch rechtlich wird nur einer von beiden anerkannt. Damit wird den Kindern allein wegen der sexuellen Orientierung ihrer Eltern faktisch die Möglichkeit genommen, rechtlich und finanziell vollumfänglich abgesichert zu leben. Konkret soll durch die neue gesetzliche Bestimmung zum Beispiel sichergestellt werden, dass Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, im Falle des Todes ihres leiblichen Elternteils bei ihrem zweiten Elternteil verbleiben können und nicht fremdplatziert werden. Im Falle des Todes ihres nicht-leiblichen rechtlichen Elternteils haben sie einen Erbanspruch sowie einen Anspruch auf Waisenrente. Des Weiteren wird gewährleistet, dass sie ihren zweiten rechtlichen Elternteil im Trennungsfall weiterhin sehen können und auch einen gesetzlichen Anspruch auf Unterhalt haben.
Kontakt und weitere Informationen: info@regenbogenfamilien.ch Maria von Känel (Geschäftsführerin, Dachverband Regenbogenfamilien) 079 611 06 71