Ehe für alle: Referendum erfolgreich, es kommt zur Volksabstimmung

Das Parlament hat am 18. Dezember 2020 die Ehe für alle angenommen.

23 Personen aus den Parteien EDU und SVP, darunter viele Nationalräte, gründeten darauf ein Referendumskomitee. Am Montag, 12. April 2021, reichten Sie die gesammelten Unterschriften bei der Bundeskanzlei ein. Sie bestätigte inzwischen, dass 50’000 Personen das Referendum unterschrieben haben. So werden wir im September oder November 2021 darüber abstimmen. Eindrücklich, dass die Operation Libero innert kürzester Zeit über 107’000 Unterschriften für die Ehe für alle zustande brachte. Dies ist ein Vorzeichen  für ein überzeugendes Abstimmungsresultat.

Wir freuen uns jetzt schon, wenn eine überwältigende Mehrheit des stimmenden Schweizervolkes JA zu “Ehe für Alle” sagen wird. Die Zeichen stehen gut, vorausgesetzt, wir führen einen engagierten Abstimmungskampf.

Wir werden gewinnen!

Gleiche Werte – gleiche Rechte – Ehe für alle

Wir werden argumentieren, überzeugen für die Gleichberechtigung unserer LGBT* Kinder, -Freundinnen und -Freunden.

Die Kampagne geht schon jetzt los. Auch fels unterstützt das Abstimmungskomitee mit einem namhaften Betrag. Wir ermuntern unsere Mitglieder auch zu spenden.

Für eine Spende und viel Information: www.ehefueralle.ch

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Ehe für alle: Das eidg. Parlament sagt JA

HEUREKA, wir jubeln!
Nach sieben langen Jahren hat das Parlament die Ehe für alle in der Schlussabstimmung am 18. Dezember 2020 beschlossen. Damit ist die Schweiz das 29. Land, das die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare vollzieht, vorbehältlich einer allfälligen Volksabstimmung. Die LGBT* Organisationen der Schweiz sind sehr stolz über diesen Entscheid: Dies ist nicht nur ein Meilenstein im Kampf um die Rechte der schweizerischen LGBT*-Bevölkerung, sondern auch ein wichtiger Sieg für ihre Würde, ihre Akzeptanz und ihre Inklusion in der Gesellschaft.

Es ist ein geschichtsträchtiger Tag für die LGBT*-Community und ihre Freund*innen! Das Schweizer Parlament hat heute bestätigt, dass Regenbogenfamilien und gleichgeschlechtliche Paare die gleichen Rechte verdienen wie heterosexuelle Familien. Obwohl dies für viele in der Schweiz bereits eine Selbstverständlichkeit ist, ist der heutige Sieg ein unglaublicher Fortschritt für unser Land und alle, die davon direkt oder indirekt betroffen sind. Wir danken allen von ganzem Herzen, die sich in den letzten Jahren mit Herzblut für das Anliegen engagiert haben: progressive Parlamentarier*innen, LGBT* Organisationen, fels, Eltern- und Familienorganisationen, und alle weiteren Personen, die auf diesen Tag hingewirkt haben. Die Öffnung der Ehe war und ist Teamwork.

Die heutige Entscheidung bedeutet auch, dass die junge Generation in einer Schweiz aufwachsen wird, in der es eine Selbstverständlichkeit ist, dass gleichgeschlechtlich liebende Menschen heiraten und eine Familie gründen können. Dies stärkt jede und jeden von uns und trägt zur Akzeptanz der LGBT*-Menschen bei und es festigt unsere Familien mit LGBT*-Kindern. Wir sind uns bewusst, dass die Vorlage keine vollständige Gleichbehandlung von Kindern von Frauenpaaren bringt und setzen uns deshalb dafür ein, dass sämtliche Ungleichheiten im Rahmen zukünftiger Revisionen beseitigt werden!

“Trotzdem, der Zugang von Frauenpaaren zur Samenspende in der Schweiz nimmt den Betroffenen einen grossen Leidensdruck. Wir sind sehr stolz, dass die Schweiz,  im Gegensatz zu Frankreich oder zu Deutschland, diesen Schritt im Rahmen der Öffnung der Ehe gemacht hat. Endlich werden Tausende von Kindern ab Geburt rechtlich abgesichert, so wie es sich gehört”, analysiert Maria von Känel vom nationalen Komitee.

fels im Corona Modus

fels Hauptversammlung 2020 digital – fels Vorstandssitzungen als Video Meeting – Öffentliche Anlässe und -Treffen ohne fels

Viele unserer Mitglieder und der Vorstand sind Risikopersonen. Darum halten wir uns mit persönlichen Kontakten zurück.

Unsere Tätigkeiten verlagern sich mehr ins Netz: Video Meeting, E-Mail, Facebook, Homepage.

Wir freuen uns auf bessere Zeiten. Möge sich die unsichere, labile Situation der Fallzahlen bald zu stabilen, tieferen und beherrschbaren Bedingungen verändern.

Wir drücken allen unsere Daumen, bleibt gesund!

 

Die Schulprojekte GLL und ABQ

Die Schulprojekte GLL und ABQ

Beide Schulprojekte führen schon seit 20 Jahren Schulbesuche in der deutschen Schweiz durch.

GLL, (gleichgeschlechtliche Liebe leben), wurde damals gegründet von LOS, Pink Cross und fels. GLL besucht Klassen zu dritt. Dabei sind jeweils eine Lesbe, ein Schwuler, eine Bi und ein Elternteil eines gleichgeschlechtlich liebenden Kindes. www.gll.ch

Wir suchen immer wieder fels Mitglieder, Mütter oder Väter als aktive Teilnehmerinnen oder Teilnehmer für die Schulbesuche. Kannst du dir vorstellen ein motivierendes Gespräch mit Jungen zu erleben? Du bist nicht allein. Du wirst getragen in unserem 3er Team. Melde Dich bitte bei fels@fels-eltern.ch .

Das ABQ Schulprojekt (Verbindung von ABC und queer) führt ebenfalls seit 20 Jahren seine Schulbesuche durch. ABQ ist aktiv im Raum Bern Fribourg und Jura. Die Kinder und Jugendlichen lernen verschiedene Identitäten kennen und hören persönliche Erfahrungen von queeren Personen. www@abq.ch

Ziel beider Projekte ist es direkte Begegnungen zu ermöglichen, Fakten zu vermitteln, Verständnis, Akzeptanz und Gleichberechtigung zu fördern.

 

fels im Corona Modus

fels im Corona Modus

fels Hauptversammlung 2020 digital

fels Vorstandssitzungen als Video Meeting

Öffentliche Anlässe und -Treffen ohne fels

Viele unserer Mitglieder und der Vorstand sind Risikopersonen. Darum halten wir uns mit persönlichen Kontakten wenn möglich zurück. Unsere Tätigkeiten verlagern sich mehr ins Netz: Video Meeting, E-Mail, Facebook, Homepage.

Wir freuen uns auf bessere Zeiten. Möge sich die aktuell labile Situation der Fallzahlen bald zu stabilen, tieferen und berechenbaren Bedingungen verändern.

Ehe für alle – bald geschafft?

Ehe für alle – bald geschafft?

Im Juni hat der Nationalrat die Gesetzesänderung zur «Ehe für alle», angenommen. Mit dabei ist auch der Zugang zur Samenspende und zur Elternschaft für lesbische Paare. Dies mit 124 zu 72 Stimmen! Darüber hat sich die ganze LGBTI* Community wirklich gefreut.

Die komfortable Zustimmung ist der Kräfteverschiebung nach den eidgenössischen Wahlen vom Herbst 2019 zuzuschieben. Dabei wurden die Vertretungen der Grünen und Grünliberalen zahlreicher. Widerstand gegen «Ehe für alle» kommt von SVP, EDP und Teilen der CVP.

Das Geschäft ging dann zum Ständerat. Und dann?

Die Rechtskommission , RK-S, des Ständerates hat am 12. August entschieden die Abstimmung zu Ehe für alle zu verschieben. Rechtspolitiker begründeten das mit dem Bedürfnis weiterer Abklärungen zur Verfassungsmässigkeit der Vorlage. Dies trotzdem der Bericht des Bundesamtes für Justiz die Vorlage bereits als verfassungskonform bezeichnet hatte.

Wir sind enttäuscht. Weiter warten, wir warten schon seit 2013!

Das Geschäft wird nun frühestens in der Wintersession in den Ständerat kommen.

Widerstand erwarten wir neben der SVP auch von Teilen der CVP. Sie lehnen Änderungen des Eherechts grundsätzlich ab oder verstecken sich hinter verfassungsrechtlichen Bedenken.

 

 

Transgender: Erleichterte Namensänderung

Transgender: Nationalrat zur Änderung des Geschlechtseintrags – ohne Altersbeschränkung

Am 24. September sprach sich nach dem Ständerat auch der Nationalrat dafür aus, dass trans und intergeschlechtliche Menschen ihren Geschlechtseintrag auf einfache Weise berichtigen lassen können.

Transgender Switzerland freut sich vor allem, dass sich der Nationalrat in Abweichung vom Ständerat auch zu Gunsten der Rechte von urteilsfähigen Minderjährigen aussprach.

Künftig sollen Menschen, deren amtlicher Geschlechtseintrag nicht ihrer Geschlechtsidentität entspricht, den Eintrag auf dem Zivilstandsamt unbürokratisch und einfach ändern lassen können. Dies sollen sie zukünftig auch ohne Einwilligung ihrer Eltern respektive deren gesetzlichen Vertreter beantragen können.

Auch fels hat mit seiner Vernehmlassung diese Erleichterung für Transgender unterstützt.

 

RK-S verschiebt Vorlage “Ehe für alle”

Die Rechtskommission, RK-S, des Ständerates hat am 11.8.2020 entschieden die Abstimmung über die Ehe für alle zu verschieben. Sie begründet das mit dem Bedürfnis weiterer Abklärungen zur Verfassungsmässigkeit der Vorlage.

Wir sind enttäuscht. Weiter warten, wir warten schon seit 2013!

Wir bleiben jedoch zuversichtlich, dass die RK-S sich bald für die vollständige Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren aussprechen wird. Anschliessend wird sich auch der Ständerat mit der Vorlage befassen. Siehe auch www.ehefüralle.ch

Nationalrat entscheidet für Ehe für alle für ALLE

Wir freuen uns!

Der Nationalrat erlaubt die Ehe für alle mit Samenspende und Elternschaft ab Geburt.

Der Nationalrat hat die Gesetzesänderung, mit der gleichgeschlechtliche Paare gleichgestellt werden sollen, angenommen.
In der Schlussabstimmung entschied er sich mit 132 zu 52 Stimmen dafür.

Damit können unsere LGBT* Kinder endlich heiraten, genauso wie es unsere heterosexuellen Kinder können.

Hauptstreitpunkt war die Samenspende und die Elternschaft für lesbische Paare.

Widerstand kam neben der SVP auch von Teilen der CVP.  Sie lehnen die Änderung des Eherechts grundsätzlich ab oder verstecken sich hinter verfassungsrechtlichen Bedenken.

Doch Achtung, es geht weiter. Diese Ehe für alle muss noch vom Ständerat befürwortet werden. Dafür kämpft auch fels weiter mit den grossen LGB-Verbänden.

Das Ehe für alle Komitee ist schon gegründet. Das Team klärt auf, informiert und führt allenfalls einen Abstimmungskampf -> www.ehefueralle.ch