Nationalrat entscheidet für Ehe für alle für ALLE

Wir freuen uns!

Der Nationalrat erlaubt die Ehe für alle mit Samenspende und Elternschaft ab Geburt.

Der Nationalrat hat die Gesetzesänderung, mit der gleichgeschlechtliche Paare gleichgestellt werden sollen, angenommen.
In der Schlussabstimmung entschied er sich mit 132 zu 52 Stimmen dafür.

Damit können unsere LGBT* Kinder endlich heiraten, genauso wie es unsere heterosexuellen Kinder können.

Hauptstreitpunkt war die Samenspende und die Elternschaft für lesbische Paare.

Widerstand kam neben der SVP auch von Teilen der CVP.  Sie lehnen die Änderung des Eherechts grundsätzlich ab oder verstecken sich hinter verfassungsrechtlichen Bedenken.

Doch Achtung, es geht weiter. Diese Ehe für alle muss noch vom Ständerat befürwortet werden. Dafür kämpft auch fels weiter mit den grossen LGB-Verbänden.

Das Ehe für alle Komitee ist schon gegründet. Das Team klärt auf, informiert und führt allenfalls einen Abstimmungskampf -> www.ehefueralle.ch

 

 

Ehe für alle, am 11. Juni wieder im Nationalrat

Am Donnerstag, 11. Juni ab 8.00 h, wird der Nationalrat wieder über die Ehe für alle für ALLE entscheiden.

Es geht um die Eheöffnung mit dem Zugang zur Samenspende
und mit dem  Zugang zur originären Elternschaft.

Es gibt Tausende von gleichgeschlechtlich Liebenden in der Schweiz. Diese haben alle eine Mutter und einen Vater und sie haben mindestens eine Schwester oder einen Bruder.

Das sind ebenfalls Tausende von Familien, Familien mit einer lesbischen Tochter und/oder einem schwulen Sohn. Familien, die darauf warten, dass die Ehe endlich vollständig für ALLE  geöffnet wird.

Wir verstehen nicht, dass im Jahre 2020 im Bundesparlament eine Ehevariante mit einem Verbot des Zugangs zur Samenspende und zur originären Elternschaft für unsere Kinder überhaupt verhandelbar ist

Die tatsächliche Gleichstellung wird nur erreicht, wenn gleichgeschlechtliche Paare eine Ehe mit allen Rechten und Pflichten eingehen können. Genauso eine Ehe, wie sie auch verschieden geschlechtlichen Paaren offen steht.

 

Volksabstimmung: Schutz vor Hass gewonnen!

Das Schweizervolk hat am 9. Februar 2020 dafür gestimmt, dass auch Lesben, Schwule und Bisexuelle vor öffentlichen Aufrufen zu Hass und Diskriminierung geschützt werden sollen.

Worum ging es: Wer als Einzelperson beleidigt oder verleumdet wird, konnte sich schon bisher strafrechtlich wegen Ehrverletzung dagegen wehren. Wurde aber eine ganze Personengruppe als solche angegriffen, dann griff dieser Schutz nicht.

Einzelne Bevölkerungsgruppen sind seit jeher viel häufiger Zielscheibe solcher Hassreden, als die Durchschnittsbevölkerung. Deshalb ist es schon seit 1995 strafrechtlich verboten, gegen Personen wegen ihrer Religion, ihrer Rasse oder ihrer Ethnie zu hetzen. Wer also beispielsweise gegen jüdische Menschen als solche, wegen ihres Jüdischseins, Hass sät, macht sich strafbar.

Wer dagegen öffentlich zu Hass und Diskriminierung gegen Lesben, Schwule und Bisexuelle aufrief, brauchte bislang keine Strafe zu befürchten. Das, obwohl auch sie bekanntermassen in der gleichen Situation und häufig Zielscheibe von kollektiven  Verleumdungen sind.

Das sah das Schweizervolk auch so und hat JA gestimmt und den bestehenden Artikel 261bis im Strafgesetz um das Kriterium sexuelle Orientierung ergänzt.

Dagegen  hatten die evangelikale Kleinpartei Eidgenössisch Demokratische Union und die junge SVP das Referendum ergriffen und sie haben verloren!

Wir danken allen, die JA gestimmt haben.

fels HV 2020 auf schriftlichem Weg

Hauptversammlung 2020 auf schriftlichem Weg,
zur nächsten Hauptversammlung begrüssen wir euch am 24. April 2021.

Der fels-Vorstand hat an seiner Video Sitzung vom 21. April  entschieden, dass die Hauptversammlung 2020 auf schriftlichem Weg durchgeführt wird.

Vorerst wollten wir die Versammlung im Herbst durchführen. Doch solange es keinen Impfstoff und keine wirksamen Medikamente gegen das Corona Virus gibt, wird die Normalisierung unseres sozialen Lebens relativ bleiben, das heisst vorsichtig und stufenweise erfolgen. Unsere Verhaltensregeln werden im Herbst lockerer sein, doch wie, wissen wir nicht. Viele unserer Mitglieder zählen sich zur Risikogruppe. Unsere Selbstverantwortung wird auch im Herbst immer noch gefragt sein. Das veranlasst uns, die HV schriftlich durchzuführen

Gesucht: fels Vorstandsfrauen und -Männer

Dringend gesucht: fels Vorstandsfrauen und -Männer

Wir haben in den letzten 25 Jahren viel erreicht. Doch wir sind noch nicht zufrieden.
Es gibt noch viel zu tun!

Möchten Sie sich engagieren?
für Akzeptanz in Gesellschaft, Politik, Schule, Elternhaus?

Der fels Vorstand muss ersetzt und erneuert werden. Fast alle Mitglieder wünschen in den nächsten 3 Jahren zurückzutreten. Das gilt auch für den Präsidenten.

Melden Sie sich, es ist wichtig,  ja sogar dringend.
Es darf auch geschnuppert werden.

Liebe Grüsse

Der fels Vorstand

Ehe für alle, Gutachten zur künstlichen Befruchtung

Die Rechtskommission schlug mit ihrer Sitzung vom 7. Juli 2018 ein mehrstufiges Verfahren vor. In einem ersten Schritt würde die Ehe für alle mit einer «Kernvorlage» ohne Fortpflanzungsmedizin für Frauenpaare ausgearbeitet werden. Die gemeinschaftliche Adoption wäre damit jedoch möglich. Sie will den Zugang zur künstlichen Befruchtung für lesbische Paare erst mit einem zweiten Schritt realisieren. Begründet wird dies mit dem Hinweis, dass dazu eine Verfassungsänderung nötig sei.  Dies ist jedoch eine umstrittene Frage. Einem lesbischen Ehepaar das Recht auf Familie zu verbieten ist  schwer diskriminierend. Denn über allem steht in der Verfassung das Recht auf Ehe und Familie.

Die LGBTI Organisationen wehrten sich: Sie forderten die vollständige Öffnung der Ehe für alle.

Und sie verbuchten einen Teilerfolg:  Am 14. Februar 2019  (Valentinstag!) tagte die Rechtskommission des Nationalrates erneut. Sie beschloss die Ehe auf gesetzlichem Wege zu öffnen. Sie entschied, neben der Kernvorlage eine zweite Variante in die Vernehmlassung zu geben. Diese zweite Variante öffnet auch für lesbische Paare den Zugang zur künstlichen Befruchtung.

Der Entscheid der Kommission, auch diese zweite Variante in die Vernehmlassung zu geben, wurde von diesem Gutachten wesentlich beeinflusst:

190305_gutachten_ehe   Kurzgutachten zur Frage des Zugangs zu fortpflanzungmedizinischen Verfahren in der Schweiz von Professor Andreas R. Ziegler, Universität Lausanne.

fels freut sich über diese neue Entwicklung. Wir erwarten, dass mit der Vernehmlassung die zweite Variante unterstützt wird:  Die vollständige Öffnung der Ehe mit dem Zugang zur künstlichen Brfuchtung und für die originäre Elternschaft! Jede und jeder kann an der Vernehmlassung teilnehmen und seine persönliche Meinung darlegen. Vor allem gilt das für uns Eltern von LGBT. fels wird sich dazu bei seinen Mitgliedern melden.

Wir sind zuversichtlich,  denn nur damit werden gleiche Rechte für alle geschaffen.

 

Zürich Pride Festival, Demo Umzug am 19. Juni 2021

“Bekenne Farbe gegen Hass” wäre das Motto des Zürich Pride Festivals am 19. und 20. Juni 2020 gewesen. Doch es gibt das Zürich Pride Magazin mit einem Beitrag von fels zum Thema “Bekenne Dich”.

Der Demo-Umzug am Samstag, 20. Juni 2020 wurde abgesagt.

Schade, es ist immer sehr wichtig, dass wir an den Prides öffentlich für Gleichwertigkeit und Gleichstellung demonstrieren. Was gibt es Besseres, als unsere LGBT* zu unterstützen. Es genügt nicht passiv zuzusehen.  Zudem, junge LGBT*  wissen nicht immer, dass es fels gibt. Darum müssen auch wir neben den anderen Dachorganisationen präsent sein.

Doch wir freuen uns auf die Zürich Pride am 19. Juni 2021.

 

Der Bundesrat zur Transidentität

Der Bundesrat erklärt in seiner Medienmitteilung vom 24.5.2018:

Transmenschen und Menschen mit einer Geschlechtsvariante sollen Geschlecht und Vornamen unbürokratisch ändern können. Entsprechende Änderungen des Zivilgesetzbuches wurden in die Vernehmlassung geschickt.

Der Bundesrat will die Situation von Transmenschen und Menschen mit einer Geschlechtsvariante verbessern.

Sie sollen künftig mit einer Erklärung gegenüber dem Zivilstandsamt ihr Geschlecht und ihren Vornamen unbürokratisch ändern können. Noch heute müssen Transmenschen hohe Hürden überwinden: Sie müssen die rechtliche Anerkennung der  Geschlechtsänderung gerichtlich einklagen. Die Rechtspraxis ist uneinheitlich und die Verfahren werden als ungebührend langwierig und teuer empfunden.

Der Bundesrat setzt damit seine Politik fort, das Zivilrecht auf die tatsächlichen Bedürfnisse und Lebensrealitäten der Bevölkerung auszurichten. Mit der vorgeschlagenen Änderung wird noch kein drittes Geschlecht eingeführt. Er hat jedoch zwei diesbezügliche Postulate zur Annahme empfohlen und sich bereit erklärt auch zu dieser Frage einen Bericht zu erstellen.

 

 

 

 

 

 

GLL aktiv seit 20 Jahren

GLL, das SchulprojektGleichgeschlechtliche Liebe leben” kann 2020 sein 20 jähriges Bestehen feiern.

Der GLL Einsatz in den Schulen ist beeindruckend. Gäbe es die GLL nicht, müsste man dieses so erfolgreiche Schulprojekt sofort gründen.

Wir gratulieren GLL zum 20-Jahre Jubiläum. Vielen herzlichen Dank für euren Einsatz. Ihr tragt so massgebend zur Vielfalt in der Schweiz bei.