Stiefkindadoption vom Parlament angenommen

Medienmitteilung Bern, 17. Juni 2016
In der Schlussabstimmung hat der Nationalrat der Vorlage zur Öffnung der Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Paare und faktische Lebensgemeinschaften (Art. 264c ZGB) mit 125 JA zu 68 NEIN Stimmen bei 3 Enthaltungen deutlich zugestimmt.  Damit hat sich nach dem Ständerat auch der Nationalrat ganz am Wohl des Kindes orientiert und für die Gleichstellung von Kindern unabhängig des Zivilstandes der Eltern eingesetzt. „Wir sind froh, dass nun die rechtlichen Grundlagen geschaffen worden sind, damit unsere Kinder und Familien endlich gleichberechtigt leben können, und wir hoffen auf rasche Umsetzung der neuen gesetzlichen Bestimmung,“ kommentiert Maria von Känel, Geschäftsführerin des Dachverbands Regenbogenfamilien, die erfreuliche Entwicklung. „Regenbogenfamilien sind Teil der Schweizer Gesellschaft, leben gut integriert und bedürfen derselben Anerkennung und Absicherung wie andere Familien auch.
Sollte ein Referendum zustande kommen, zählen wir darauf, dass sich eine Mehrheit der Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für die rechtliche Absicherung zum Wohl unserer Kinder entscheiden wird,“ äussert sich Maria von Känel zu den Referendums-Ankündigungen.
Jedes Kind hat Anrecht auf Anerkennung seiner Familie
Gleichgeschlechtliche Paare sind ebenso wie gegengeschlechtliche Paare in der Lage, Kinder zu betreuen, Elternrechte und -pflichten wahrzunehmen, das Wohl ihrer Kinder zu gewährleisten und deren Entwicklung zu fördern. Bereits heute wachsen in der Schweiz tausende Kinder in Regenbogenfamilien auf. Was bisher fehlte, ist ein Gesetz, welches ihre Lebensrealität anerkennt und auch im Fall von Invalidität oder Tod eines Elternteils rechtlichen Schutz bietet. Die Gesetzesänderung im Rahmen der Revision des Adoptionsrechts hat diesen diskriminierenden Missstand beseitigt – denn jedes Kind hat Anrecht auf Anerkennung seiner Familie und die damit einhergehende Absicherung. Das Gesetz ist ein entscheidender Schritt zur Gleichbehandlung und Absicherung von Kindern, die bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen.
Rechtlicher Missstand
Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, leben in den meisten Fällen mit zwei Elternteilen zusammen. Doch rechtlich wird nur einer von beiden anerkannt. Damit wird den Kindern allein wegen der sexuellen Orientierung ihrer Eltern faktisch die Möglichkeit genommen, rechtlich und finanziell vollumfänglich abgesichert zu leben. Konkret soll durch die neue gesetzliche Bestimmung zum Beispiel sichergestellt werden, dass Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, im Falle des Todes ihres leiblichen Elternteils bei ihrem zweiten Elternteil verbleiben können und nicht fremdplatziert werden. Im Falle des Todes ihres nicht-leiblichen rechtlichen Elternteils haben sie einen Erbanspruch sowie einen Anspruch auf Waisenrente. Des Weiteren wird gewährleistet, dass sie ihren zweiten rechtlichen Elternteil im Trennungsfall weiterhin sehen können und auch einen gesetzlichen Anspruch auf Unterhalt haben.
Kontakt und weitere Informationen: info@regenbogenfamilien.ch Maria von Känel (Geschäftsführerin, Dachverband Regenbogenfamilien) 079 611 06 71

Warum zeigt sich fels an den LGBT Prides?

Es ist sehr wichtig, dass wir an den Prides öffentlich für Gleichwertigkeit und Gleichstellung demonstrieren. Was gibt es Besseres, als unsere LGBTs zu unterstützen. Es genügt nicht passiv zuzusehen.  Zudem, junge LGBTs wissen nicht immer, dass es fels gibt. Darum müssen auch wir neben den anderen Dachorganisationen präsent sein.

Und es wirkt. In der Sonntagspresse nach der Zürich Pride wurde mit der sda Meldung vielfach verbreitet:”Dabei waren unter anderem Regenbogenfamilien, homosexuelle Banker, Post-Mitarbeitende, Sportvereine und Eltern homosexueller Kinder“.

Ziel erreicht. Wir waren sichtbar!

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Auf Wiedersehen am gaywest in Bern am 3. September.

 

 

fels Mitglieder-Werbe-Aktion

Auch wir fels Mitglieder sind gefordert.
Helft mit weitere Mitglieder zu gewinnwn! Beeinflusst eure Angehörigen, eure Freundinnen und Freunde fels als Mitglieder beizutreten. Der neue fels Leporello soll dabei helfen. Das Engagement unseres persönlichen Umfeldes für unsere Ziele hat Gewicht.
In Zusammensrbeit mit allen LGBT Organisationen konnte auch fels die Abstimmung über die CVP Initiative beeinflussen und das unsägliche Heiratsverbot für LGBT’s knapp verhindern.
Wir sind als heterosexuelle Elternorganisation stark. Wir konnten die Geschwister, die Tanten und Onkel, Grossmütter und Grossväter unserer LGBT Töchter und LGBT Söhne und unsere eigenen Freundinnen und Freunde dazu motivieren mit einem NEIN die CVP Initiative zu versenken. Wir danken allen für ihren Einsatz.
Ja, wir sind viele, sehr viele! Das gilt auch für die Zukunft:
Gemeinsam für Gleichwertigkeit und Gleichstellung und damit für Ehe für alle!

Wir starten 2016 eine Mitglieder-Werbe-Aktion. Es geht darum, Lesben, Bi und Schwule zu überzeugen, dass ihre Eltern und Angehörigen, ihre Freundinnen und Freunde sich als fels Mitglieder für ihre Ziele einsetzen könnten.

Chers parents, chers frères et soeurs, chers……

“Chers parents, chers frères et sœurs, chers grands parents, cher.e.s ami.e.s: Nous sommes tous une grande famille. Nous sommes forts ainsi. Convaincre votre entourage de voter NON à l’initiative du PDC est le seul moyen d’empêcher l’interdiction du mariage de vos biens aimés d’une orientation sexuelle et d’une identité de genre différente! Il ne s’agit pas d’argent, il s’agit de valeurs, de l’amour, il s’agit de votre famille, notre grande famille” fels Association des parents et amis des homosexuels!

Liebe Mütter und Väter, liebe…….

Liebe Mütter und Väter, liebe Schwestern und Brüder, liebe Grossmütter, Grossväter, liebe Freundinnen und Freunde: Wir sind eine grosse Familie. Wir sind stark. Ueberzeugt euer Umfeld, dass nur ein NEIN zur CVP Ehe Initiative ein Verbot der Ehe für eure LGBT Lieben verhindern kann. Es geht nicht um Geld, es geht um Werte, berührt die Herzen der Menschen, dann ändert sich auch deren Einstellung.

Leserbrief Tagesanzeiger

Die CVP vermischt mit ihrer Initiative „Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe“ zwei Anliegen:

Sie will die Ehe als Wirtschaftsgemeinschaft in der Verfassung festlegen und damit anderen Modellen wie der Individualbesteuerung den Weg verbauen.

Sie will gleichzeitig die Ehe für gleichgeschlechtlich Liebende verbieten. Sie fordert dies im versteckten Initiativtext „Die Ehe ist die Lebensgemeinschaft von Mann und Frau“.

Seit bald 20 Jahren setzt sich fels, eine nationale Elternorganisation, (Freundinnen, Freunde und Eltern von Lesben und Schwulen), für die volle Akzeptanz unserer gleichgeschlechtlich liebenden Töchter und Söhne ein. Wir sind dankbar für die Erfolge der letzten Jahre.

Ein Eheverbot in der Verfassung würde uns um Jahre zurückwerfen. Das Verbot würde die volle rechtliche Gleichstellung unserer Kinder verhindern.

Mit dem Heiratsverbot wäre die Schweiz in „guter“ Gesellschaft mit osteuropäischen, asiatischen und afrikanischen homophoben Ländern.

Der Initiativtext sollte heissen: „Gegen die Heiratsstrafe – für ein Eheverbot für gleichgeschlechtlich Liebende“.

Damit würde dieses Versteckspiel demaskiert. Ein unehrliches Vorgehen, den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern diese zwei Fragen versteckt gekoppelt vorzulegen, sie ins Dilemma zu stürzen und sie zu zwingen zwischen Geld (Steuern) und gesellschaftlicher Liberalisierung (Oeffnung der Ehe) zu entscheiden.

Darum zurück auf Feld eins. Darum ein NEIN am 28. Februar zur CVP Initiative.

Fritz Lehre, Präsident fels

 

 

Erleichterte Einbürgerung für Partnerschaften

Wieder ein kleiner Schritt zur Angleichung des Partnerschaftsgesetzes (EPG) an die Ehe.

Für das EPG sollen künftig die gleichen Einbürgerungsbedingungen gelten wie für die Ehe. Die Staatspolitische Kommission des Nationalrates hat dazu die entsprechenden Änderungen von Verfassung und Gesetz ausgearbeitet.
Partnerschaften müssen heute aufwendige Verfahren zur Einbürgerung durchlaufen mit strengen Bedingungen. Zukünftig soll die gleiche erleichterte Einbürgerung wie bei der Ehe gelten.

28.2.2016: Abstimmung, CVP Initiative: NEIN

Liebe felslerinnen, liebe felsler, liebe Freundinnen und Freunde

28. Februar 2016: Ein NEIN zur CVP-Initiative

Das Volk wird am 28. Februar 2016 über die CVP-Initiative “Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe” entscheiden. National- und Ständerat haben die Initiative zur Ablehnung empfohlen. Die LGBT-Organisationen Pink Cross, LOS, Network, Regenbogenfamilien, TGNS, Wybernet und fels begrüssen den gemeinsamen Standpunkt der beiden Bundeskammern gegen die CVP-Initiative. Wir alle werden uns im Abstimmungskampf gegen die Festschreibung der Ehe zwischen Mann und Frau in der Bundesverfassung einsetzen.

Hier der Wortlaut der Initiative:

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert, Art. 14 Abs. 2 (neu):

Die Ehe ist die auf Dauer angelegte und gesetzlich geregelte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau. Sie bildet in steuerlicher Hinsicht eine Wirtschaftsgemeinschaft. Sie darf gegenüber andern Lebensformen nicht benachteiligt werden, namentlich nicht bei den Steuern und den Sozialversicherungen.

Die CVP versteckt in einer steuerpolitischen Initiative auf unehrliche Weise ein gesellschaftliches Ziel: Die Ehe als „nur für Mann und Frau“ zu definieren. Damit würde ganz nebenbei und versteckt die Diskriminierung von gleichgeschlechtlich Liebenden verfassungsgestützt festgeschrieben. Damit würde für viele Jahre festgehalten, und jetzt komme ich zum Kern des Problems: Dass Heterosexualität und Homosexualität zwei nicht gleichwertige Varianten der Sexualität sind. Damit wird die Oeffnung der Ehe verhindert.

Liebe Eltern, Freundinnen und Freunde, Familien von LGBT Menschen, informiert bitte euer grosses Umfeld, bekämpft die Initiative, wirbt für ein NEIN !

Wir können Verbündete gewinnen, heterosexuelle Bekannte, Familienangehörige oder einfach viele Personen unseres heterosexuellen Umfeldes, die aus persönlicher Ueberzeugung für die vollen Rechte von LGBT-Menschen einstehen. Nutzen wir diesen speziellen, vorteilhaften Zugang zur heterosexuellen Welt.

Die vorweihnächtlichen Monate bieten viele Gelegenheiten dazu.

Wenn die Herzen der Menschen berührt werden, ändert sich auch deren Einstellung.

Mit freundlichen Grüssen
Fritz Lehre und der fels Vorstand