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fels Argumente zu “Ehe für alle”

fels Argumente zur Volksabstimmung „Ehe für alle“ vom 26. September 2021

Ein JA zu Ehe für alle!

Es gibt Tausende von gleichgeschlechtlich Liebenden in der Schweiz. Diese haben alle eine Mutter und einen Vater und die meisten haben eine Schwester oder einen Bruder. Das sind Tausende von Familien, Familien mit einer lesbischen Tochter oder einem schwulen Sohn. Wir sind Hetero-Familien, die darauf warten, dass mit einem JA zu “Ehe für alle” jedes unserer Familienmitglieder gleich behandelt wird.

Es gibt ca. 300‘000 gleichgeschlechtlich liebende Menschen in der Schweiz. Diese haben alle eine Mutter und einen Vater. Sie haben durchschnittlich mindestens ein Geschwister. Das wären also schon 1’200’000 Schweizerinnen und Schweizer. Es sind alles «Kern Familien». Familien denen die Ungleichbehandlung ihrer Liebsten sehr nahe geht. Darum ein JA zu Ehe für alle!

Wir fordern: Endlich Gleichberechtigung für unsere Hetero- und Homo- Kinder! Darum ein JA zu „Ehe für alle“! Wir sind auch Familien. Wir sind wie jede andere Familie und gehören auch zu euch Heteros.

Keine Ungleichbehandlung unserer Homokinder und unserer Heterokinder! Wir, Tausende von Familien mit gleichgeschlechtlich liebenden Kindern danken für ihr JA zu „Ehe für alle“.

Unsere homosexuellen Töchter oder Söhne sind Geschwister, Nichten, Neffen, Tanten, Onkel, Freundinnen und Freunde von euch Heterosexuellen. Lasst sie doch auch heiraten! Darum ein JA zu Ehe für alle!

Wir Eltern von Lesben und Schwulen rufen: Unsere Töchter und Söhne sind eure Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, eure Sportkameradinnen und Sportkameraden, eure Nachbarinnen und Nachbarn. Lass sie doch auch heiraten! Darum ein JA zu Ehe für alle!

Ehe für alle bedeutet Sichtbarkeit für unsere gleichgeschlechtlich liebenden Töchter und gleichgeschlechtlich liebenden Söhnen. Diese Sichtbarkeit ist die Voraussetzung für ihre volle Akzeptanz in der Gesellschaft.

Ein JA zu Ehe für alle! Wir Eltern freuen uns. Endlich gleiche Rechte für unsere gleichgeschlechtlich liebenden Kinder. Es geht um das Wir. Es geht um uns alle. Wir sind Teil von euch Heteros.

JA zu Ehe für alle! Wir Eltern von gleichgeschlechtlich liebenden Kindern warten auf gleiche Rechte für alle unsere Familienmitglieder!

Ehe für alle: Damit können unsere gleichgeschlechtlich liebenden Kinder endlich auch heiraten, wie es verschiedengeschlechtliche Paare können.

Die tatsächliche Gleichstellung wird nur erreicht, wenn gleichgeschlechtliche Paare eine Ehe mit allen Rechten und Pflichten eingehen können. Genauso eine Ehe, wie sie auch verschieden geschlechtlichen Paaren offen steht.

Lesben, Schwule, Bi und Trans haben Eltern, Familie und einen Freundeskreis. Menschen, denen die Ungleichbehandlung ihrer Nächsten nahe geht. Diese Menschen sind Teil der Hetero Gesellschaft!
Wir sind Teil von euch! Darum Ehe für alle!

Unsere Slogans:

  • Unsere Kinder lieben anders, wir lieben sie genauso!
  • Gleiche Werte – gleiche Rechte – Ehe für alle!

 

Ehe für alle: Referendum erfolgreich, es kommt zur Volksabstimmung

Das Parlament hat am 18. Dezember 2020 die Ehe für alle angenommen.

23 Personen aus den Parteien EDU und SVP, darunter viele Nationalräte, gründeten darauf ein Referendumskomitee. Am Montag, 12. April 2021, reichten Sie die gesammelten Unterschriften bei der Bundeskanzlei ein. Sie bestätigte inzwischen, dass 50’000 Personen das Referendum unterschrieben haben. So werden wir im September oder November 2021 darüber abstimmen. Eindrücklich, dass die Operation Libero innert kürzester Zeit über 107’000 Unterschriften für die Ehe für alle zustande brachte. Dies ist ein Vorzeichen  für ein überzeugendes Abstimmungsresultat.

Wir freuen uns jetzt schon, wenn eine überwältigende Mehrheit des stimmenden Schweizervolkes JA zu “Ehe für Alle” sagen wird. Die Zeichen stehen gut, vorausgesetzt, wir führen einen engagierten Abstimmungskampf.

Wir werden gewinnen!

Gleiche Werte – gleiche Rechte – Ehe für alle

Wir werden argumentieren, überzeugen für die Gleichberechtigung unserer LGBT* Kinder, -Freundinnen und -Freunden.

Die Kampagne geht schon jetzt los. Auch fels unterstützt das Abstimmungskomitee mit einem namhaften Betrag. Wir ermuntern unsere Mitglieder auch zu spenden.

Für eine Spende und viel Information: www.ehefueralle.ch

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Ehe für alle: Das eidg. Parlament sagt JA

HEUREKA, wir jubeln!
Nach sieben langen Jahren hat das Parlament die Ehe für alle in der Schlussabstimmung am 18. Dezember 2020 beschlossen. Damit ist die Schweiz das 29. Land, das die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare vollzieht, vorbehältlich einer allfälligen Volksabstimmung. Die LGBT* Organisationen der Schweiz sind sehr stolz über diesen Entscheid: Dies ist nicht nur ein Meilenstein im Kampf um die Rechte der schweizerischen LGBT*-Bevölkerung, sondern auch ein wichtiger Sieg für ihre Würde, ihre Akzeptanz und ihre Inklusion in der Gesellschaft.

Es ist ein geschichtsträchtiger Tag für die LGBT*-Community und ihre Freund*innen! Das Schweizer Parlament hat heute bestätigt, dass Regenbogenfamilien und gleichgeschlechtliche Paare die gleichen Rechte verdienen wie heterosexuelle Familien. Obwohl dies für viele in der Schweiz bereits eine Selbstverständlichkeit ist, ist der heutige Sieg ein unglaublicher Fortschritt für unser Land und alle, die davon direkt oder indirekt betroffen sind. Wir danken allen von ganzem Herzen, die sich in den letzten Jahren mit Herzblut für das Anliegen engagiert haben: progressive Parlamentarier*innen, LGBT* Organisationen, fels, Eltern- und Familienorganisationen, und alle weiteren Personen, die auf diesen Tag hingewirkt haben. Die Öffnung der Ehe war und ist Teamwork.

Die heutige Entscheidung bedeutet auch, dass die junge Generation in einer Schweiz aufwachsen wird, in der es eine Selbstverständlichkeit ist, dass gleichgeschlechtlich liebende Menschen heiraten und eine Familie gründen können. Dies stärkt jede und jeden von uns und trägt zur Akzeptanz der LGBT*-Menschen bei und es festigt unsere Familien mit LGBT*-Kindern. Wir sind uns bewusst, dass die Vorlage keine vollständige Gleichbehandlung von Kindern von Frauenpaaren bringt und setzen uns deshalb dafür ein, dass sämtliche Ungleichheiten im Rahmen zukünftiger Revisionen beseitigt werden!

“Trotzdem, der Zugang von Frauenpaaren zur Samenspende in der Schweiz nimmt den Betroffenen einen grossen Leidensdruck. Wir sind sehr stolz, dass die Schweiz,  im Gegensatz zu Frankreich oder zu Deutschland, diesen Schritt im Rahmen der Öffnung der Ehe gemacht hat. Endlich werden Tausende von Kindern ab Geburt rechtlich abgesichert, so wie es sich gehört”, analysiert Maria von Känel vom nationalen Komitee.

fels im Corona Modus

fels Hauptversammlung 2020 digital – fels Vorstandssitzungen als Video Meeting – Öffentliche Anlässe und -Treffen ohne fels

Viele unserer Mitglieder und der Vorstand sind Risikopersonen. Darum halten wir uns mit persönlichen Kontakten zurück.

Unsere Tätigkeiten verlagern sich mehr ins Netz: Video Meeting, E-Mail, Facebook, Homepage.

Wir freuen uns auf bessere Zeiten. Möge sich die unsichere, labile Situation der Fallzahlen bald zu stabilen, tieferen und beherrschbaren Bedingungen verändern.

Wir drücken allen unsere Daumen, bleibt gesund!

 

Die Schulprojekte GLL und ABQ

Die Schulprojekte GLL und ABQ

Beide Schulprojekte führen schon seit 20 Jahren Schulbesuche in der deutschen Schweiz durch.

GLL, (gleichgeschlechtliche Liebe leben), wurde damals gegründet von LOS, Pink Cross und fels. GLL besucht Klassen zu dritt. Dabei sind jeweils eine Lesbe, ein Schwuler, eine Bi und ein Elternteil eines gleichgeschlechtlich liebenden Kindes. www.gll.ch

Wir suchen immer wieder fels Mitglieder, Mütter oder Väter als aktive Teilnehmerinnen oder Teilnehmer für die Schulbesuche. Kannst du dir vorstellen ein motivierendes Gespräch mit Jungen zu erleben? Du bist nicht allein. Du wirst getragen in unserem 3er Team. Melde Dich bitte bei fels@fels-eltern.ch .

Das ABQ Schulprojekt (Verbindung von ABC und queer) führt ebenfalls seit 20 Jahren seine Schulbesuche durch. ABQ ist aktiv im Raum Bern Fribourg und Jura. Die Kinder und Jugendlichen lernen verschiedene Identitäten kennen und hören persönliche Erfahrungen von queeren Personen. www@abq.ch

Ziel beider Projekte ist es direkte Begegnungen zu ermöglichen, Fakten zu vermitteln, Verständnis, Akzeptanz und Gleichberechtigung zu fördern.

 

fels im Corona Modus

fels im Corona Modus

fels Hauptversammlung 2020 digital

fels Vorstandssitzungen als Video Meeting

Öffentliche Anlässe und -Treffen ohne fels

Viele unserer Mitglieder und der Vorstand sind Risikopersonen. Darum halten wir uns mit persönlichen Kontakten wenn möglich zurück. Unsere Tätigkeiten verlagern sich mehr ins Netz: Video Meeting, E-Mail, Facebook, Homepage.

Wir freuen uns auf bessere Zeiten. Möge sich die aktuell labile Situation der Fallzahlen bald zu stabilen, tieferen und berechenbaren Bedingungen verändern.

Ehe für alle – bald geschafft?

Ehe für alle – bald geschafft?

Im Juni hat der Nationalrat die Gesetzesänderung zur «Ehe für alle», angenommen. Mit dabei ist auch der Zugang zur Samenspende und zur Elternschaft für lesbische Paare. Dies mit 124 zu 72 Stimmen! Darüber hat sich die ganze LGBTI* Community wirklich gefreut.

Die komfortable Zustimmung ist der Kräfteverschiebung nach den eidgenössischen Wahlen vom Herbst 2019 zuzuschieben. Dabei wurden die Vertretungen der Grünen und Grünliberalen zahlreicher. Widerstand gegen «Ehe für alle» kommt von SVP, EDP und Teilen der CVP.

Das Geschäft ging dann zum Ständerat. Und dann?

Die Rechtskommission , RK-S, des Ständerates hat am 12. August entschieden die Abstimmung zu Ehe für alle zu verschieben. Rechtspolitiker begründeten das mit dem Bedürfnis weiterer Abklärungen zur Verfassungsmässigkeit der Vorlage. Dies trotzdem der Bericht des Bundesamtes für Justiz die Vorlage bereits als verfassungskonform bezeichnet hatte.

Wir sind enttäuscht. Weiter warten, wir warten schon seit 2013!

Das Geschäft wird nun frühestens in der Wintersession in den Ständerat kommen.

Widerstand erwarten wir neben der SVP auch von Teilen der CVP. Sie lehnen Änderungen des Eherechts grundsätzlich ab oder verstecken sich hinter verfassungsrechtlichen Bedenken.

 

 

Transgender: Erleichterte Namensänderung

Transgender: Nationalrat zur Änderung des Geschlechtseintrags – ohne Altersbeschränkung

Am 24. September sprach sich nach dem Ständerat auch der Nationalrat dafür aus, dass trans und intergeschlechtliche Menschen ihren Geschlechtseintrag auf einfache Weise berichtigen lassen können.

Transgender Switzerland freut sich vor allem, dass sich der Nationalrat in Abweichung vom Ständerat auch zu Gunsten der Rechte von urteilsfähigen Minderjährigen aussprach.

Künftig sollen Menschen, deren amtlicher Geschlechtseintrag nicht ihrer Geschlechtsidentität entspricht, den Eintrag auf dem Zivilstandsamt unbürokratisch und einfach ändern lassen können. Dies sollen sie zukünftig auch ohne Einwilligung ihrer Eltern respektive deren gesetzlichen Vertreter beantragen können.

Auch fels hat mit seiner Vernehmlassung diese Erleichterung für Transgender unterstützt.

 

RK-S verschiebt Vorlage “Ehe für alle”

Die Rechtskommission, RK-S, des Ständerates hat am 11.8.2020 entschieden die Abstimmung über die Ehe für alle zu verschieben. Sie begründet das mit dem Bedürfnis weiterer Abklärungen zur Verfassungsmässigkeit der Vorlage.

Wir sind enttäuscht. Weiter warten, wir warten schon seit 2013!

Wir bleiben jedoch zuversichtlich, dass die RK-S sich bald für die vollständige Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren aussprechen wird. Anschliessend wird sich auch der Ständerat mit der Vorlage befassen. Siehe auch www.ehefüralle.ch