Archiv der Kategorie: Politik

Auch schon gehört?

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Habt ihr solche Bemerkungen auch schon gehört?

” Wir haben nichts gegen Lesben und Schwule im Einzelnen, aber wir wollen nicht, dass  d i e  heiraten oder dass  d i e  Kinder adoptieren!”
Zitat: Caroline Emcke

Dieses Denken finden wir immer noch bei Politikerinnen und Politikern, bei Erzieherinnen und Erziehern und sogar bei Eltern von LGBT. Die Gleichwertigkeit und die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bi und Trans* werden damit nicht anerkannt und akzeptiert. Das geht nicht!

20 Jahre fels. Seit 20 Jahren setzt sich fels dafür ein, dass dieses Denken verschwindet. Es ist noch nicht ganz verschwunden, doch es hat sich sehr gebessert.

Wir feiern 20 Jahre fels. Wir freuen uns. Wir danken allen, die uns unterstützt haben. Zusammen haben wir viel erreicht.

Doch es geht weiter: Für Information und Akzeptanz an Schulen und im Elternhaus, in Politik und Gesellschaft, gegen Diskriminierung, für Gleichwertigkeit, für Gleichstellung und für Ehe für alle.

Auch wir sind Familie: Familien mit LGBT Kindern. Wir haben uns seit 20 Jahren gezeigt und wir werden weiter sichtbar sein.

Schweiz unterstützt Equal Rights Coalition

Gemeinsame Medienmitteilung der Schweizer LGBT-Organisationen (Dachverband Regenbogenfamilien, fels, Lesbenorganisation Schweiz, Network, Pink Cross, Transgender Network Switzerland und Wybernet)

Die Schweiz tritt internationaler Koalition zur Gleichstellung von Transmenschen, Lesben, Schwulen und Intersex-Menschen bei.

Die Schweiz ist an der Global LGBTI Human Rights Conference in Montevideo der Equal Rights Coalition zur Gleichstellung von Transmenschen, Lesben, Schwulen und Intersex-Menschen beigetreten. Die Konferenz unter dem Motto „Non Violence, Non Discrimination and Social Inclusion“ fand vom 13.–15. Juli 2016 zum ersten Mal in Lateinamerika statt.

Ziel der Tagung war der Austausch von Informationen und guten Beispielen zum besseren Schutz der Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen Personen. Genauso wichtig waren Gespräche über die finanzielle und die politische Unterstützung von Regierungen, aber auch von nationalen und multilateralen Organisationen, welche die Menschenrechte und die Inklusion von LGBTI-Personen fördern.

Laut den Gründungsstatuten verpflichtet sich die Schweiz, die Menschenrechte von LGBTI-Personen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität, Geschlechtsausdruck oder ihren Geschlechtsmerkmalen, zu fördern. Dabei seien insbesondere der enge Einbezug und die Beteiligung der nationalen LGBTI-Communities wichtig. Nur so werden LGBTI-Personen nicht weiter marginalisiert, sondern es kann für sie ein diskriminierungsfreies Klima geschaffen werden.

Die Schweizer LGBT-Organisationen nehmen den Beitritt der Schweiz zur Gleichstellungskoalition mit Genugtuung zur Kenntnis und freuen sich auf eine produktive Zusammenarbeit mit den zuständigen Instanzen in diesen Fragen. Die offizielle Schweiz hat mit dem Beitritt zu dieser Koalition einen weiteren erfreulichen Schritt zur Integration von Menschen getan, die sich tendenziell und zu einem guten Teil real weiterhin am Rand der Gesellschaft befinden.

 

 

 

Stiefkindadoption vom Parlament angenommen

Medienmitteilung Bern, 17. Juni 2016
In der Schlussabstimmung hat der Nationalrat der Vorlage zur Öffnung der Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Paare und faktische Lebensgemeinschaften (Art. 264c ZGB) mit 125 JA zu 68 NEIN Stimmen bei 3 Enthaltungen deutlich zugestimmt.  Damit hat sich nach dem Ständerat auch der Nationalrat ganz am Wohl des Kindes orientiert und für die Gleichstellung von Kindern unabhängig des Zivilstandes der Eltern eingesetzt. „Wir sind froh, dass nun die rechtlichen Grundlagen geschaffen worden sind, damit unsere Kinder und Familien endlich gleichberechtigt leben können, und wir hoffen auf rasche Umsetzung der neuen gesetzlichen Bestimmung,“ kommentiert Maria von Känel, Geschäftsführerin des Dachverbands Regenbogenfamilien, die erfreuliche Entwicklung. „Regenbogenfamilien sind Teil der Schweizer Gesellschaft, leben gut integriert und bedürfen derselben Anerkennung und Absicherung wie andere Familien auch.
Sollte ein Referendum zustande kommen, zählen wir darauf, dass sich eine Mehrheit der Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für die rechtliche Absicherung zum Wohl unserer Kinder entscheiden wird,“ äussert sich Maria von Känel zu den Referendums-Ankündigungen.
Jedes Kind hat Anrecht auf Anerkennung seiner Familie
Gleichgeschlechtliche Paare sind ebenso wie gegengeschlechtliche Paare in der Lage, Kinder zu betreuen, Elternrechte und -pflichten wahrzunehmen, das Wohl ihrer Kinder zu gewährleisten und deren Entwicklung zu fördern. Bereits heute wachsen in der Schweiz tausende Kinder in Regenbogenfamilien auf. Was bisher fehlte, ist ein Gesetz, welches ihre Lebensrealität anerkennt und auch im Fall von Invalidität oder Tod eines Elternteils rechtlichen Schutz bietet. Die Gesetzesänderung im Rahmen der Revision des Adoptionsrechts hat diesen diskriminierenden Missstand beseitigt – denn jedes Kind hat Anrecht auf Anerkennung seiner Familie und die damit einhergehende Absicherung. Das Gesetz ist ein entscheidender Schritt zur Gleichbehandlung und Absicherung von Kindern, die bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen.
Rechtlicher Missstand
Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, leben in den meisten Fällen mit zwei Elternteilen zusammen. Doch rechtlich wird nur einer von beiden anerkannt. Damit wird den Kindern allein wegen der sexuellen Orientierung ihrer Eltern faktisch die Möglichkeit genommen, rechtlich und finanziell vollumfänglich abgesichert zu leben. Konkret soll durch die neue gesetzliche Bestimmung zum Beispiel sichergestellt werden, dass Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, im Falle des Todes ihres leiblichen Elternteils bei ihrem zweiten Elternteil verbleiben können und nicht fremdplatziert werden. Im Falle des Todes ihres nicht-leiblichen rechtlichen Elternteils haben sie einen Erbanspruch sowie einen Anspruch auf Waisenrente. Des Weiteren wird gewährleistet, dass sie ihren zweiten rechtlichen Elternteil im Trennungsfall weiterhin sehen können und auch einen gesetzlichen Anspruch auf Unterhalt haben.
Kontakt und weitere Informationen: info@regenbogenfamilien.ch Maria von Känel (Geschäftsführerin, Dachverband Regenbogenfamilien) 079 611 06 71

Chers parents, chers frères et soeurs, chers……

“Chers parents, chers frères et sœurs, chers grands parents, cher.e.s ami.e.s: Nous sommes tous une grande famille. Nous sommes forts ainsi. Convaincre votre entourage de voter NON à l’initiative du PDC est le seul moyen d’empêcher l’interdiction du mariage de vos biens aimés d’une orientation sexuelle et d’une identité de genre différente! Il ne s’agit pas d’argent, il s’agit de valeurs, de l’amour, il s’agit de votre famille, notre grande famille” fels Association des parents et amis des homosexuels!

Liebe Mütter und Väter, liebe…….

Liebe Mütter und Väter, liebe Schwestern und Brüder, liebe Grossmütter, Grossväter, liebe Freundinnen und Freunde: Wir sind eine grosse Familie. Wir sind stark. Ueberzeugt euer Umfeld, dass nur ein NEIN zur CVP Ehe Initiative ein Verbot der Ehe für eure LGBT Lieben verhindern kann. Es geht nicht um Geld, es geht um Werte, berührt die Herzen der Menschen, dann ändert sich auch deren Einstellung.

Leserbrief Tagesanzeiger

Die CVP vermischt mit ihrer Initiative „Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe“ zwei Anliegen:

Sie will die Ehe als Wirtschaftsgemeinschaft in der Verfassung festlegen und damit anderen Modellen wie der Individualbesteuerung den Weg verbauen.

Sie will gleichzeitig die Ehe für gleichgeschlechtlich Liebende verbieten. Sie fordert dies im versteckten Initiativtext „Die Ehe ist die Lebensgemeinschaft von Mann und Frau“.

Seit bald 20 Jahren setzt sich fels, eine nationale Elternorganisation, (Freundinnen, Freunde und Eltern von Lesben und Schwulen), für die volle Akzeptanz unserer gleichgeschlechtlich liebenden Töchter und Söhne ein. Wir sind dankbar für die Erfolge der letzten Jahre.

Ein Eheverbot in der Verfassung würde uns um Jahre zurückwerfen. Das Verbot würde die volle rechtliche Gleichstellung unserer Kinder verhindern.

Mit dem Heiratsverbot wäre die Schweiz in „guter“ Gesellschaft mit osteuropäischen, asiatischen und afrikanischen homophoben Ländern.

Der Initiativtext sollte heissen: „Gegen die Heiratsstrafe – für ein Eheverbot für gleichgeschlechtlich Liebende“.

Damit würde dieses Versteckspiel demaskiert. Ein unehrliches Vorgehen, den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern diese zwei Fragen versteckt gekoppelt vorzulegen, sie ins Dilemma zu stürzen und sie zu zwingen zwischen Geld (Steuern) und gesellschaftlicher Liberalisierung (Oeffnung der Ehe) zu entscheiden.

Darum zurück auf Feld eins. Darum ein NEIN am 28. Februar zur CVP Initiative.

Fritz Lehre, Präsident fels

 

 

Erleichterte Einbürgerung für Partnerschaften

Wieder ein kleiner Schritt zur Angleichung des Partnerschaftsgesetzes (EPG) an die Ehe.

Für das EPG sollen künftig die gleichen Einbürgerungsbedingungen gelten wie für die Ehe. Die Staatspolitische Kommission des Nationalrates hat dazu die entsprechenden Änderungen von Verfassung und Gesetz ausgearbeitet.
Partnerschaften müssen heute aufwendige Verfahren zur Einbürgerung durchlaufen mit strengen Bedingungen. Zukünftig soll die gleiche erleichterte Einbürgerung wie bei der Ehe gelten.

28.2.2016: Abstimmung, CVP Initiative: NEIN

Liebe felslerinnen, liebe felsler, liebe Freundinnen und Freunde

28. Februar 2016: Ein NEIN zur CVP-Initiative

Das Volk wird am 28. Februar 2016 über die CVP-Initiative “Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe” entscheiden. National- und Ständerat haben die Initiative zur Ablehnung empfohlen. Die LGBT-Organisationen Pink Cross, LOS, Network, Regenbogenfamilien, TGNS, Wybernet und fels begrüssen den gemeinsamen Standpunkt der beiden Bundeskammern gegen die CVP-Initiative. Wir alle werden uns im Abstimmungskampf gegen die Festschreibung der Ehe zwischen Mann und Frau in der Bundesverfassung einsetzen.

Hier der Wortlaut der Initiative:

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert, Art. 14 Abs. 2 (neu):

Die Ehe ist die auf Dauer angelegte und gesetzlich geregelte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau. Sie bildet in steuerlicher Hinsicht eine Wirtschaftsgemeinschaft. Sie darf gegenüber andern Lebensformen nicht benachteiligt werden, namentlich nicht bei den Steuern und den Sozialversicherungen.

Die CVP versteckt in einer steuerpolitischen Initiative auf unehrliche Weise ein gesellschaftliches Ziel: Die Ehe als „nur für Mann und Frau“ zu definieren. Damit würde ganz nebenbei und versteckt die Diskriminierung von gleichgeschlechtlich Liebenden verfassungsgestützt festgeschrieben. Damit würde für viele Jahre festgehalten, und jetzt komme ich zum Kern des Problems: Dass Heterosexualität und Homosexualität zwei nicht gleichwertige Varianten der Sexualität sind. Damit wird die Oeffnung der Ehe verhindert.

Liebe Eltern, Freundinnen und Freunde, Familien von LGBT Menschen, informiert bitte euer grosses Umfeld, bekämpft die Initiative, wirbt für ein NEIN !

Wir können Verbündete gewinnen, heterosexuelle Bekannte, Familienangehörige oder einfach viele Personen unseres heterosexuellen Umfeldes, die aus persönlicher Ueberzeugung für die vollen Rechte von LGBT-Menschen einstehen. Nutzen wir diesen speziellen, vorteilhaften Zugang zur heterosexuellen Welt.

Die vorweihnächtlichen Monate bieten viele Gelegenheiten dazu.

Wenn die Herzen der Menschen berührt werden, ändert sich auch deren Einstellung.

Mit freundlichen Grüssen
Fritz Lehre und der fels Vorstand