Der Bundesrat zur Transidentität

Der Bundesrat erklärt in seiner Medienmitteilung vom 24.5.2018:

Transmenschen und Menschen mit einer Geschlechtsvariante sollen Geschlecht und Vornamen unbürokratisch ändern können. Entsprechende Änderungen des Zivilgesetzbuches wurden in die Vernehmlassung geschickt.

Der Bundesrat will die Situation von Transmenschen und Menschen mit einer Geschlechtsvariante verbessern.

Sie sollen künftig mit einer Erklärung gegenüber dem Zivilstandsamt ihr Geschlecht und ihren Vornamen unbürokratisch ändern können. Noch heute müssen Transmenschen hohe Hürden überwinden: Sie müssen die rechtliche Anerkennung der  Geschlechtsänderung gerichtlich einklagen. Die Rechtspraxis ist uneinheitlich und die Verfahren werden als ungebührend langwierig und teuer empfunden.

Der Bundesrat setzt damit seine Politik fort, das Zivilrecht auf die tatsächlichen Bedürfnisse und Lebensrealitäten der Bevölkerung auszurichten. Mit der vorgeschlagenen Änderung wird noch kein drittes Geschlecht eingeführt. Er hat jedoch zwei diesbezügliche Postulate zur Annahme empfohlen und sich bereit erklärt auch zu dieser Frage einen Bericht zu erstellen.