Fragen und Antworten

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Unsere Kinder lieben anders, und wir lieben sie so, wie sie sind
Unsere Kinder brauchen uns.

Und Sie brauchen vielleicht auch Unterstützung. Denn damit, dass die eigene
Tochter oder der eigene Sohn nicht heterosexuell ist, rechnet niemand.

Die erste Reaktion darauf ist oft Schock, Enttäuschung oder Abweisung. Wenn das Leben anders ist, als wir es uns vorgestellt haben, brauchen wir Zeit, das Neue zu verdauen. Das ist auch bei diesem Thema so.

Wenn Sie sich allein oder hilflos fühlen damit, dass ihr Kind schwul oder lesbisch ist, dann können Gespräche unter Gleichgesinnten heilsam sein oder eine Beratung dabei helfen, mit den eigenen Gefühlen besser klarzukommen.

In der Rubrik “Kontaktpersonen” finden Sie Mütter und Väter in ihrer Region, mit denen Sie sich austauschen können.

Ratschläge für Eltern

Es kann eben sein, dass  ihre Tochter sagt: “Ich liebe eine Frau” oder ihr Sohn sagt:”Ich liebe einen Mann”.

Homo- und Heterosexualität sind gleichwertige Varianten. Zeigen Sie ihrem Kind, dass Sie seine andere Orientierung akzeptieren, sagen Sie ihm, dass Sie es trotzdem lieben.

Fallt Ihnen dies schwer? Dann nehmen Sie ihr Kind neu wahr, lernen Sie es neu kennen. Begeben Sie sich auf diesen Weg mit dem Ziel der vollen Akzeptanz.

Suchen Sie das Gespräch und geben Sie sich gegenseitig Zeit. Es ist für beide Seiten unbefriedigend, das Thema einfach zu verdrängen.

Informieren Sie sich. Sprechen Sie mit ihrer Familie, mit anderen Eltern, mit Freundinnen und Freunden. Lesen Sie die Broschüre “Wir Eltern von Lesben und Schwulen”.

“Wir Eltern von Lesben und Schwulen”, die gute Broschüre von fels

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Haben Sie als Eltern, Lehrperson, Freundin oder Freund Fragen zum Thema Homosexualität? Lesen Sie die Broschüre von fels. Sie bietet Ihnen wichtige Informationen, Adressen und Erlebnisberichte zur Homosexualität.
Die Angst vor der Gesellschaft geächtet zu werden, hält viele Eltern davon ab, sich öffentlich zu ihren homosexuellen Kindern zu bekennen. Die Broschüre soll ihnen diesen Weg erleichtern.In sechs Sachkapiteln vermittelt sie Basis-Informationen um Homosexualität und Gesellschaft, ergänzt durch Berichte von Müttern, Vätern und Angehörigen.
Sie liefert auch Lehrerinnen uns Lehrern sowie in der Jugendarbeit tätigen Personen wertvolle Informationen und sie wird ergänzt durch ein Verzeichnis nützlicher Adressen.

Der Verkaufspreis im Buchhandel beträgt Fr. 10.-, unser Selbstkostenpreis ist Fr. 3.- (ohne Porto und Verpackung). Interessiert? bitte bestellen!
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Themenblatt Homosexualität für alle Eltern

Zusammen mit SVEO haben wir das Themenblatt Homosexualität gestaltet.
SVEO ist der Dachverband der Schweizerischen Elternorganisationen. Er vereinigt 80 Elternvereine mit ca. 7800 Mitgliedern. SVEO und fels nutzen ihr grosses Netzwerk, um mit dem Themenblatt bei allen Eltern die gleichgeschlechtliche Liebe vorzustellen. Damit vermindern wir Homophobie im Elternhaus.
Das Blatt enthält Wissen und Ratschläge zur gleichgeschlechtlichen Liebe, zum Coming-out, es beantwortet Fragen der Eltern: Was heisst das? Wie reagieren?

> Themenblatt Homosexualität (pdf)
> Vivre ensemble – Homosexualité (pdf)
> Vivere insieme – Omosessualità (pdf)

Coming-out, für die jungen LGBT’s und für ihre Eltern

Die neue  Coming out Broschüre:
> Coming-out-Broschuere (pdf)

(LGBT ->  Lesbian, Gay, Bi and Trans*)

Wir von fels
  • Wir von fels haben verschiedene Schritte unternommen, um Antworten auf unsere Fragen zu finden:
  • Wir haben uns informiert, siehe Bücher!
  • Wir haben wahrgenommen, dass vor uns immer noch dasselbe Kind steht wie vorher, unser Kind, das liebt und geliebt werden will.
  • Wir haben uns geöffnet (geoutet), haben das Versteckspiel gegenüber unserem Umfeld aufgegeben. Dass wir heute gegenüber Verwandten und Bekannten offen über die Lebensweise unserer Kinder sprechen können, hat uns befreit und gestärkt.
  • Wir haben den Spiess umgedreht und setzen uns öffentlich für die rechtliche Gleichstellung und gegen die Diskriminierung unserer homosexuellen Kinder ein.
  • In diesem Prozess, der oft nicht so einfach ablief, wie es sich hier liest, hat uns das Gespräch und der Erfahrungsaustausch mit anderen betroffenen Eltern sehr geholfen.